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Die geänderten Einstellungsvoraussetzungen haben mit dem neu beschlossenen Stellenzuwachs bei der Bundespolizei zu tun. Die inner- und außerdeutsche Sicherheitslage verschärft sich. Verschiedene internationale Ereignisse – darunter die islamistischen Terroranschläge in Paris – haben bei der Bundesregierung zur Entscheidung geführt: In den nächsten drei Jahren wird die Bundespolizei 3.000 neue Stellen bekommen. Die Bundespolizei überprüft dabei die Einstellungsvoraussetzungen jährlich.
Wer eine Ausbildung bei der Bundespolizei starten will, muss zunächst einige formale Kriterien erfüllen: Die Bewerber müssen deutsch oder EU-Bürger sein, einen Führerschein der Klasse B besitzen und einen Schwimmpass der Stufe Bronze vorweisen. Außerdem stehen sie für die freiheitlich-demokratische Grundordnung ein, sind nicht überschuldet und gerichtlich nicht negativ aufgefallen. Es gibt außerdem noch Vorgaben zum Alter, zum Schulabschluss und zu den Schulnoten – je nach gewählter Laufbahn. Als Soft Skills, also zwischenmenschliche Kernkompetenzen, erwarten wir als Bundespolizei unter anderem: Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Zivilcourage, Leistungsbereitschaft, Flexibilität, Mobilität, Belastbarkeit und Entscheidungsvermögen.
Der Einstellungstest findet dezentral an unterschiedlichen Orten statt und verteilt sich auf mehrere Tage. Er ist als Stufenverfahren aufgebaut: Das heißt, die Bewerber werden nur dann für den nächsten Teil zugelassen, wenn sie den vorherigen erfolgreich absolviert haben. Der Einstellungstest beginnt mit einem schriftlichen Testverfahren: Dabei überprüft die Bundespolizei unter anderem die Intelligenz der Kandidaten. Außerdem steht eine Deutschprüfung an: Bewerber im mittleren Dienst schreiben ein Diktat zu einem Thema aus dem Polizeialltag, Bewerber im gehobenen Dienst verfassen eine Erörterung zu einem gesellschaftlichen Thema.
Nach dem schriftlichen Test findet der Sporttest statt – mit den Disziplinen Kasten-Bumerang-Test, Standweitsprung, Liegestütze und Cooper-Test. Anschließend ist für den mittleren Dienst ein Vorstellungsgespräch vorgesehen. Kandidaten für eine Ausbildung im gehobenen Dienst durchlaufen ein dreiteiliges Assessment Center, bestehend aus einer Gruppendiskussion, einem Kurzvortrag und einem Interview. In der polizeiärztlichen Untersuchung stellt die Bundespolizei abschließend fest, ob die Kandidaten gesundheitlich für eine Ausbildung im Polizeidienst geeignet sind.
Zum einen die Präsenz im gesamten Bundesgebiet: Die Bundespolizei ist deutschlandweit mit über 200 Dienststellen vertreten. Zum anderen die vielfältigen Einsatzbereiche nach abgeschlossener Ausbildung: Bundespolizisten arbeiten im Grenzschutz oder Flugdienst, als Bahnpolizei oder in der Luftsicherheit. Sie beschützen Bundesministerien, deutsche Botschaften und Konsulate und begleiten Demonstrationen oder Fans bei Fußballspielen. Auf See nehmen sie polizeiliche Aufgaben ebenso sicher wahr wie an Land. Auch international sind Bundespolizisten mit von der Partie, bei Polizeimissionen in den verschiedensten Ländern.
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