Mit 30 Kilo Ausrüstung in den fünften Stock, um hilflose Menschen vor 1.000 Grad heißen Flammen zu retten: Wer zur Berufsfeuerwehr will, entscheidet sich für einen echten Knochenjob, der häufig vollen Körpereinsatz verlangt. Ob du den hohen Ansprüchen an die körperliche Fitness gewachsen bist, kommt im Sporttest ans Tageslicht.
Ein Standard-Testprogramm gibt es bei der Berufsfeuerwehr nicht – oder besser noch nicht? Zusammen mit der Kölner Sporthochschule hat die Berufsfeuerwehr der Domstadt vor einigen Jahren einen neuen Eignungstest entwickelt, der mittlerweile in vielen weiteren Städten eingesetzt wird. Andere Berufsfeuerwehren vertrauen vorerst noch auf ihr eigenes Verfahren, und in Bayern gibt es noch einmal ein ganz eigenes Sporttest-Format. Bis auf weiteres kann das Prüfungsprogramm also von Feuerwehr zu Feuerwehr variieren.
Entsprechend umfangreich ist das Repertoire an Prüfungsdisziplinen. Grundsätzlich deckt der Sporttest einer Berufsfeuerwehr alle Facetten des körperlichen Leistungsvermögens ab – Schnelligkeit, Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Ausdauer. Häufig wird obendrein der Nachweis der Schwimmfähigkeit verlangt, den man im Rahmen eines eigenen Schwimmtests oder durch die Vorlage entsprechender Abzeichen erbringen muss. Im Sporttest achten die Prüfer auch auf das Durchhaltevermögen. Kannst du auf die Zähne beißen, wenn es nötig ist?
Durchfallquoten von bis zu 75 Prozent sind im Sporttest der Berufsfeuerwehr keine Seltenheit. Die Anforderungen sind hoch. Selbst austrainierte Vereinssportler können bei den zahlreichen, manchmal exotischen Übungen Probleme bekommen. Ein Effekt, den die Feuerwehr-Prüfer beabsichtigen: Vielseitigkeit ist eben Trumpf, im Sporttest wie im späteren Berufsalltag. Nicht von ungefähr steht bei der Berufsfeuerwehr Dienstsport auf der Tagesordnung.
Viele Feuerwehren erwarten von Ihrem Nachwuchs, während der Ausbildung das Deutsche Sportabzeichen und eventuell auch das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen abzulegen – mancherorts gehören die Abzeichen sogar schon zu den Einstellungsvoraussetzungen. Wer im Vorbereitungsdienst in puncto Fitness nicht mithalten kann, setzt unter Umständen auch trotz eines bravourös bestandenen Sporttests seine Einstellung aufs Spiel. Darum: Auf die faule Haut legen gilt nicht.
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ISBN 978-3-95624-097-3
414 Seiten24,90 €