Viele Schulabgänger finden keinen Ausbildungsplatz. Jetzt fordern Bildungsexperten eine staatliche Ausbildungsgarantie.
Eine Ausbildungsgarantie für jeden Schulabgänger: Das empfiehlt die Bertelsmann-Stiftung in einer aktuellen Studie. Davon solle zum einen die Wirtschaft profitieren, die händeringend Fachkräfte-Nachwuchs sucht. Zum anderen könne der Staat dadurch erhebliche Kosten sparen, da teure Übergangsmaßnahmen überflüssig würden.
Übergangssystem in der Kritik
Wer keinen Schulabschluss hat und/oder keinen Ausbildungsplatz findet, landet bisher meist im Übergangssystem: Allein 2011 drehten rund 300.000 Jugendliche „Warteschleifen“ in Berufsgrundbildungs-, Berufsvorbereitungs- und Berufseinstiegsjahren. Dabei sollen u. a. Praktika, Bewerbungstrainings und berufliche Teilqualifizierungen die Ausbildungschancen steigern. Den Staat kostete das im Vorjahr 4,3 Milliarden Euro. Trotzdem bleiben am Ende 150.000 Jugendliche dauerhaft ohne Berufsabschluss. Als Ungelernte haben sie auf dem Arbeitsmarkt schlechte Karten.
Nach dem Konzept der Bertelsmann-Stiftung soll sich daran etwas ändern: indem der Staat Schulabgängern ohne Lehrstelle künftig eine betriebsnahe Ausbildung garantiert – in Berufsschulen oder bei Bildungsträgern. Der Studie zufolge würden die nötigen Ausgaben durch spätere Steuer-Mehreinnahmen mehr als aufgewogen.
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