Bammel vor dem Bewerbungsgespräch? Wir geben Tipps, wie du dich richtig gut vorbereiten kannst!
Das Bewerbungs- oder Vorstellungsgespräch sorgt bei vielen Bewerbern und Bewerberinnen für schweißnasse Hände und schlaflose Nächte. Mit der richtigen Vorbereitung gehören solche Sorgen aber der Vergangenheit an: Hier ein paar Regeln und Tipps, wie du das nächste Vorstellungsgespräch zum Erfolg machst!
Tipp Nr. 1: Beim Erstkontakt glänzen
Der erste Eindruck ist entscheidend – das ist nicht bloß eine Floskel! Die Einladung zum Bewerbungsgespräch – telefonisch oder per Mail – ist die erste Gelegenheit, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Mit der richtigen Vorbereitung können Bewerber hier überzeugen.
Tipps zur Vorbereitung bei telefonischen Einladungen
- Erreichbar sein
- Nicht mit „Hallo“ melden, sondern mit dem Familiennamen
- Etwas zum Schreiben parat haben, um Zeit, Adresse und Ort zu notieren
- Fragen stellen, wenn etwas unklar ist, z. B., ob Dokumente mitzubringen sind
- Für die Einladung zum Vorstellungsgespräch bedanken
Tipps zur Vorbereitung bei Einladungen per E-Mail
- Zeitnah antworten
- Einen höflichen Ton anschlagen
- Keine langen, ausschweifenden Texte schreiben
- Keine Rechtschreibfehler
- Eine namentliche Anrede verwenden, z. B. „Sehr geehrte Frau Schmidt“
- Für die Einladung zum Vorstellunggespräch bedanken
- Eine seriöse Schlussformel verwenden: z.B. „Mit freundlichen Grüßen“
Tipp Nr. 2: Über das Unternehmen informieren
Über das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle Bescheid zu wissen, ist das A und O im Vorstellungsgespräch. Nicht nur zeigen Bewerber damit, dass sie sich im Vorfeld informiert haben – viele gehen so auch entspannter in das Gespräch. Deshalb gehört eine gründliche Recherche zu jeder guten Vorbereitung unbedingt dazu!
Tipps zur Recherche: Darüber sollten sich Bewerber während der Vorbereitung informieren
- Branche, in der das Unternehmen tätig ist
- Produkte und Dienstleistungen, die angeboten werden
- Umsatz der Firma
- Vision, Mission und Kultur der Firma
- Wie viele Mitarbeiter es gibt
- In welchem Team die Stelle angesiedelt ist
- Welche Kenntnisse und Qualifikationen für die Stelle vorausgesetzt werden
Info
Auf der Firmenwebseite finden sich üblicherweise die meisten nötigen Informationen zur Vorbereitung. Falls eine Kontaktperson genannt wurde, können sich Bewerberinnen und Bewerber über Jobportale wie Xing oder LinkedIn einen Eindruck über diese Person verschaffen.
Tipp Nr. 3: Stärken und Schwächen kennen
Die Frage nach den Stärken und Schwächen kommt im Bewerbungsgespräch ganz bestimmt. Die eigenen Stärken thematisiert man natürlich lieber als die Schwächen, auf beides sollte man aber vorbereitet sein.
Schwächen sind völlig menschlich und können Bewerber sogar nahbar und sympathisch machen. Trotzdem gibt es auch hier einige No-Gos, die eine Absage zur Folge haben können. Mit der richtigen Vorbereitung können Gefahrenstellen auf beiden Seiten ganz einfach umschifft werden.
Folgende Dinge zu Stärken und Schwächen beim Bewerbungsgespräch sollten Bewerber bei der Vorbereitung beachten:
- Tatsächliche Stärken und Schwächen ausmachen: Feedbacks zu Persönlichkeit und Arbeitsweise beachten; Über Aufgaben und Situationen klarwerden, die einem leicht oder schwer fallen; Meinungen von Verwandten, Freunden, Lehrern, Mentoren oder guten Kollegen einholen.
- Über die Kernkompetenzen (MUSS-Kompetenzen) der Stelle informieren und welche Werte dem Unternehmen wichtig sind
- Echte Stärken ausmachen, die für die Stelle und die Firma am wichtigsten sind. Beispiele und Situationen identifizieren, die die Stärken ganz konkret belegen: berufliche Erfahrungen, außerschulische Aktivitäten, ehrenamtliche Engagement oder Hobbys
- Ein oder zwei echte Schwächen ausmachen, die nicht in Konflikt mit den Kernkompetenzen der Stelle und den Unternehmenswerten stehen: Die Schwäche sollte „klein“, verzeihbar, verbesserbar und nicht relevant für den Job sein (Keine starken Schwächen wie z.B. Unzuverlässigkeit)
Info
Beispiele für überzeugende Stärken für das Bewerbungsgespräch sind: hohe Lernbereitschaft, Konfliktfähigkeit, Flexibilität, schnelle Auffassungsgabe, Eigeninitiative, hohe Leistungsbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit, Überzeugungskraft, Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Kreativität, analytisches Denken, Lösungsorientierung, Belastbarkeit, Verhandlungsgeschick, Empathie, Verantwortungsübernahme, Sorgfalt und Selbstständigkeit.
„Gute“ Schwächen für das Bewerbungsgespräch können je nach Stelle variieren: Kreative Berufe verzeihen Unstrukturiertheit eher als analytische Berufe. Berufsanfänger müssen keine jahrelange Berufserfahrung vorweisen!
Tipp Nr. 4: Weitere Tipps zur Vorbereitung
- Bewerbungsmappe packen: Bewerberinnen, die alle notwendigen Unterlagen griffbereit haben, zeigen, dass sie das Bewerbungsgespräch ernst nehmen und vorbereitet sind. In die Mappe gehören die Stellenausschreibung und alle relevanten Bewerbungsunterlagen. Wer außerdem einen dezenten Schreibblock und Stift einstecken hat, kann sich während des Gesprächs Notizen machen
- Die Anfahrt: Besser zu früh als zu spät, lautet die Devise! Bewerber, die mit dem Auto zum Vorstellungsgespräch fahren, können die Strecke während der Vorbereitung abfahren und so Zeitfresser wie Baustellen vermeiden. Wer mit Öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, sollten sich zeitnah Tickets kaufen.
- Kleidung und Auftreten: Besser man macht sich schon während der Vorbereitung Gedanken über das perfekte Bewerbungsoutfit. Übrigens richten sich hier die Anforderungen ebenfalls nach der Stelle: In einer Bank geht es deutlich seröser zu als in einem IT Start-up. Ansonsten punktet, wer gepflegt, sauber frisiert und ausgeschlafen zum Vorstellungsgespräch erscheint.
- Trotz Vorbereitung immer noch nervös: Im Vorstellungsgespräch aufgeregt zu sein, ist ganz normal und die meisten Recruiter haben dafür Verständnis. Wer vor lauter Nervosität aber kein Wort mehr herausbekommt, bringt sich womöglich um seine Traumstelle. Hier können Rollenspiele Abhilfe schaffen, die während der Vorbereitung eingeübt werden.
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